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Erklärungen 2

 ( Das Hintergrundbild dieser Site stellt einen Farbverlauf dar - diesen
kann der AOL-Browser nicht darstellen-sondern nur 3 Farbbloecke )
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Inhalt und Index- Suchliste
Herkunft und GeschichteAufbau einer VRML-Datei
Anforderungen an einen  VRML-Browser
Autorenwerkzeuge für VRML
Anwendungsgebiete für VRML
 
 
Herkunft und Geschichte
VRML steht für Virtual Reality Modeling Language - eine Beschreibungssprache für virtuelle 3D Welten. VRML erlebte ihre Geburtsstunde im Frühjahr 1994 auf der ersten stattfindenden World Wide Web - Konferenz in Genf. Seit dem 16. Dezember 1995 liegt der Öffentlichkeit eine Entwurfskizze für die Spezifikation der Version 1.1 vor. 

Es gibt nun im März 1998 VRML 1.0 und VRML 2.0 

VRML 1.0 und 2.0 wurden speziell als 3D-Formate für das  World Wide Web entwickelt und erlauben die Referenzierung von Dokumenten im WWW. 

Daten im ASCII-Format 
VRML 1.0 ist ein ASCII-Format, die Beschreibungen sind lesbar und plattformunabhängig. Es existieren VRML 1.0 und 2.0 -Browser für alle gängigen Hardware- und Betriebssystemplattformen. 

Weltweiter Standard 
VRML 1.0 hat sich zum weltweiten Standard für 3D-Daten im  Internet entwickelt, die Version 2.0 entwickelt diesen Standard weiter. 

VRML-Dateien beeinhalten lesbaren Text im ASCII-Format. 

Jede VRML-Datei beginnt in der ersten Zeile mit 
#VRML V1.0 ascii 
 

Standard-Datei 

            Eine Standard-VRML-Datei 
            könnte in etwa folgendermaßen 
            aufgebaut sein, wobei dieses 
            Beispiel keine minimale 
            VRML-Datei darstellt! 

              1.Header 
              2.Kommentar 
              3.Info 
              4.Hintergrundfarbe 
              5.Kameradefinitionen 
              6.weitere Objekte 

1. Als erstes der Header: 

#VRML V1.0 ascii 

2. Als nächstes ein paar Kommentarzeilen für interne Angaben zur Datei: 

#--------------------------------------------------------------------------- 
# stdfile.wrl 

# VRML-Standard-Datei fuer VRML-Skript 

# Autor: F. Scheurer (mailto:fabian.scheurer@lrz.tu-muenchen.de) 
#--------------------------------------------------------------------------- 
# new : 1997/01/15 : sf : 
#--------------------------------------------------------------------------- 

3. Dann folgt der Info-Node: 

Info { 
    string "VRML-Standard-Datei 
            ------------------- 
            VRML-Skript 1996/97 
            (C)1997 F. Scheurer" 

4. Dann die Definition der Hintergrundfarbe (dunkelblau): 

DEF BackgroundColor Info { 
    string "0.0  0.0  0.5" 

5. Dann die Kameradefinitionen (die Einstiegskamera EntryView und eine Camera_1): 

DEF Cameras Switch { 
    DEF EntryView PerspectiveCamera { 
        position        3.0  2.0  5.0 
        orientation     1.0 -1.0  0.0 -.71 
        focalDistance   6.0 
        heightAngle     0.8 
    } 
    DEF Camera_1 PerspectiveCamera { 
        position       -2.0  2.0  2.0 
        orientation     1.0  1.0  0.0 -.95 
        focalDistance   2.828 
        heightAngle     0.524 
    } 

6. Und dann der ganze Rest: 

WWWInline { 
    name "coordsys.wrl" 

 
 

Das war's! 
Die Dateien  -.wrl werden auch als WORLDS bezeichnet. Der Cosmo-Player 1.0 als PLUGIN für  den Internet-Browser ( Netscape-Navigator oder Communicator )stellt diese Dateien als Viewer dar. 
 
 
 
 

Anforderungen an einen VRML-Browser 

Browser für VRML-Dokumente sind inzwischen zahlreich vorhanden, doch nur bei wenigen kann man von einem ausgereiften Produkt sprechen. Ein Browser sollte alle Funktionalitäten der VRML-Spezifikation Version 1.0 unterstützen. Ein Browser sollte in der Lage sein, bei Bewegungen durch die Szene die Veränderung im Bildausschnitt flüssig darzustellen, d.h. die Bildabfolge sollte ohne Verzögerung bzw. ruckfrei erfolgen. Diese flüssige Darstellung hängt natürlich nicht nur alleine von der Leistungsfähigkeit der Graphikroutinen ab, sondern auch von der Hardware, auf die der Browser installiert ist. Um den Betrachter die Bewegung in einer VRML-Szene zu vereinfachen ist es notwendig, daß ihm verschiedene Navigationsarten erlaubt sind. Um größere Distanzen zu überbrücken und um sich einen Gesamtüberblick über die Szene zu verschaffen, sollte es dem Betrachter möglich sein, sich ähnlich einem Vogel, fortzubewegen (Fly). Für das genauere Erkunden der Szene sollte eine verfeinerte 
Bewegungsmöglichkeit zur Verfügung stehen, ähnlich dem Gehen (Walk). Um sein Umfeld zu betrachten und evtl. zu manipulieren sollte er die Blickrichtung ändern können ohne den Standort zu wechseln. Darüber hinaus sollte er in diesem Untersuchungsmodus (Examine) in der Lage sein, vorhandene Sprungpunkte zu anderen Welten anzuwählen. Eine weitere wünschenswerte Variante der Fortbewegung wäre die Auswahl eines Objektes und ein direkter Sprung zu diesem (Fly to). 
Solange VRML keine Collision Hints unterstützt, wäre eine zuschaltbare, automatische Kollisionsüberprüfung wünschenswert. Durch sie wäre gewährleistet, daß der Betrachter zum Beispiel in einem Gebäude nicht durch die Wände gehen kann. 

HTML-Browser und VRML-Browser müssen ein Gespann bilden, d.h. der HTML-Browser übergibt VRML-Dokumente an den VRML-Browser weiter und der VRML-Browser übergibt wieder die Kontrolle an den HTML-Browser, wenn Dokumente auftreten, die nicht im VRML-Format vorliegen. 

Um das Netz zu entlasten und Speicherplatz zu sparen, sind viele VRML-Dokument in komprimierter Form mit der Endung ".gz" abgelegt. Ein VRML- Browser sollte ein komprimiertes VRML-Dokument erkennen und automatisch entkomprimieren. 
 

Autorenwerkzeuge 
 
Autorenwerkzeuge (Authoring Tools) sollen dem Entwickler die Arbeit bei der Erzeugung von VRML- Dokumenten erleichtern. Dabei wird der Entwickler vollständig von der Umsetzung in die Beschreibungssprache VRML befreit und kann sich voll auf den kreativen Prozeß der Erschaffung virtueller Welten konzentrieren. 
 
 
 

Anwendungsgebiete für VRML 

"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte " so lautet ein Zitat von Konfuzius. 

Wissenschaft 
-Die Wissenschaftler können nun über Bild und Schrift hinaus ihre wissenschaftlichen Ergebnisse mit interaktiven, dreidimensionalen Modellen wiedergeben und so ihre Entwicklungen dem interessierten Betrachter näher bringen, wie es im Zweidimensionalen nicht möglich wäre. Typische Wissenschaftsgebiete, in denen dreidimensionale Modelle Anwendung finden, sind Biologie, Chemie, Medizin und Physik. 
 

Business 
-VRML bietet hierbei ganz neue Präsentationsmöglichkeiten, die innächster Zukunft von den Unternehmen bestimmt genutzt werden:
Dreidimensionale Einkaufspassagen 

    Produktkataloge, in denen die Produkte dreidimensional betrachtet werden können. Der Betrachter kann zum Beispiel dabei zwischen unterschiedlichen Produkteigenschaften auswählen (Material, Farbe, Design, usw.) und das Ergebnis sofort betrachten. 

    Hotels, Erlebnisparks, Golfplätze und andere Anbieter der Urlaubs- und Freizeitbranche können ihre Angebotspalette durch dreidimensionale Szenerien schmackhaft machen. 
 
 
 

Ausbildung 

Auch hier sind die Verwendungsmöglichkeiten unüberschaubar und vielfältig. Die Wissensvermittlung kann durch dreidimensionale Modelle interessanter und verständlicher gestaltet werden. Dem Lernenden ist dann die Möglichkeit gegeben, diese interaktiven Welten zu betreten, zu erforschen und zu lernen 
 
 

Unterhaltungsbereich 

 Vor allem im Unterhaltungsbereich wird VRML das Internet erobern. Mögliche Anwendungsbeispiele sind hierbei: 

    Virtuelle Kasinos bieten die Möglichkeit sein Glück vor dem Monitor zu versuchen. 
    Interaktive Spiele mit mehreren Spielern gleichzeitig erhöhen den Spielspaß. 
    Bisher auf textbasierte Multi User Dungeons (MUD) können durch virtuelle Welten realistischer gestaltet werden. 
 
 

Kunst 
 
Auch im Bereich der Kunst ist VRML verwendbar und könnte durch ihre Verbreitung über das Netz neue Interessenten erreichen und ansprechen. Sind doch viele Menschen für einen Ausstellungsbesuch zu bequem. Virtuelle Galerien und Ausstellungen in denen der Betrachter nach belieben schlendern kann. Über eingebettete Hyperlinks kann er sich HTML-Dokumente  mit Erklärungstext zu den Exponaten einholen. 

    Virtuelle Touren durch Kathedralen, Schlössern und andere interessanten Gebäuden wären denkbar. 

    VRML selbst könnte zu einem neuen künstlerischen Medium avancieren, mit dem sich Gebilde erstellen lassen, die in der realen Welt nur schwer oder gar nicht realisierbar sind. 
 

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